Frostschutz bevor es gefriert – hilft Geld sparen

Mit dem Frostschutz für das Auto sollte man nicht erst bei Minustemperaturen beginnen, vorbeugen ist besser und kann viel Geld sparen.
Bereits feinste Haarrisse in dem Behälter der Scheibenwaschanlage können Reparaturkosten von mehr als 100 Euro verursachen. Nicht ausreichender Kühlerfrostschutz kann im extrem Fall dazu führen, das der Kühler im Motor gesprengt wird.
Der Grund hierfür ist einfach nach zu vollziehen: Wenn Wasser zu Eis wird, nimmt das Volumen bekanntlich um etwa 10 % zu.
Wenn Sie es nicht glauben können Sie gerne einmal für einige Stunden ein Glasflasche mit Wasser gefüllt in die Tiefkühltruhe geben, doch vorsicht sich ist garantiert zersprungen!

Bei Autos mit wassergekühlten Motoren beispielsweise ist ein guter Kühlerfrostschutz eine der wichtigsten Wintervorbereitung.
Auch bei so genanntem Langzeitfrostschutz, wie er heute vielfach eingesetzt wird, muss von Zeit zu Zeit geprüft werden, ob er noch ausreichend wirkt.
An Tankstellen oder im Rahmen der Inspektion lässt sich der Frostschutz ohne großen Aufwand kontrollieren. In der Betriebsanleitung Ihres Fahrzeuges stehen genaue Hinweise über die richtigen Marken und Mengen für Frostschutzmittel und die empfohlenen Wechselintervalle.
In die Scheibenwaschanlage gehört ein Frostschutzmittel bis mindestens minus 25 Grad Celsius (auch in die Heckscheibenwischer nicht vergessen)!
Sie sollten nur solche Zusätze verwenden, die auch zugleich die Scheibe reinigen.
Zum Schutz der Pumpe, Leitungen und Düsen sollten Sie nach dem Auffüllen des Behälters den Waschschalter so lange betätigen, bis sich Pumpe, Leitungen und Düsen mit dem frostgeschützten Wasser füllen und so später nicht einfrieren.
Wer sich das morgendliche Kratzen ersparen möchte, sollte vorsorglich eine Abdeckfolie für die Frontscheibe in das Fahrzeug legen und bei den ersten Anzeichen von “Väterchen Frost” am Abend zuvor die Frontscheibe und Heckscheibe damit abdecken.
Abdeckfolien sind kostengünstig in vielen Märkten in der Autoabteilung zu bekommen; jedoch gilt auch hier rechtzeitig besorgen!
Wenn Sie keine spezielle Abdeckfolie haben können Sie zur Not auch einen auseinander gerissener Pappkarton verwendet werden.
Auf einen Eiskratzer kann man deshalb trotzdem nicht verzichten – denn bevor Sie die Fahrt antretten ist frei Sicht wichtig, für Ihre Sicherheit und Ihren Geldbeutel denn die Polizei ist hier mit Bußgeld nicht zimperlich.
Nach dem ersten Nachtfrost stehen manche Autofahrer vor verschlossenen Türen und versuchen oft vergeblich, mit einem erwärmten Schlüssel in das Autoinnere zu gelangen.
Ein Türschloss-Enteiser in der Manteltasche (nicht im Handschuhfach!) löst dieses Problem einfacher und schneller.
Reiben Sie rechtzeitig alle Gummidichtungen an den Türeinfassungen mit einem speziellen Mittel, Vaseline oder Talg ein.
So verhindern Sie, daß die Türdichtungen beim Öffnen festkleben und eventuell herausgerissen werden können.
Viele Autofahrer verwenden Textil- oder Veloursmatten im Bodenbereich. Diese sollten gegen Gummimatten ausgetauscht werden. Textilmaterial speichert Feuchtigkeit, die sich bei Minustemperaturen an der Innenseite der Scheibe als Frost anlegt und mühsam abgekratzt werden muss.
Wer sich nach dem Winter eine Intensivkur des Lacks sparen will, sollte auch die Karosserie rechtzeitig winterfest machen.
Hierzu gibt es im Handel ein großes Angebot an Pflegemitteln. Ein Hartwachs ist zwar schwierig aufzutragen, schützt den Lack aber am besten. Auch Steinschlagschäden sollten unbedingt vor dem Winter ausgebessert werden, da sonst Tauwasser und Salz bis zum Frühjahr größere Schäden am Lack anrichten können.